MUNIR GASIM & OPPOSIDE MAGAZINE –

MUNIR GASIM & OPPOSIDE MAGAZINE www.youtube.com/opposide

Text: Lorenzo Taurino Pics: Taurino und Diverse

 

Munir Gasim ist wie du und ich, ein liebenswerter Assi. Ich weiß nicht, welche Hobbies Du hast, aber Munir hat es tatsächlich mal geschafft, sein Hobby zum Beruf zu machen. Er hat das erste deutsche Fernsehen revolutioniert. – Moment. Falscher Pressetext. Nochmal von hinten.

Munir hat oPpOside, das erste deutsche Skatevideo-Magazin rausgebracht. Was er jetzt so macht? Nehmen wir uns den Kollegen in Sachen Filmen, Knastaufenthalte und Abi 2008 zur Hühnerbrust.

 

Big Man Big Cam SK8

 

Habibi, wie geht es dir?

Hi Lorenzo, also im Moment läuft alles rund. Geht sehr gut…

 

Du siehst genau so wenig deutsch aus wie mein Kartoffelnäschen. Wo kommsu diese?

Mein Dad kommt aus Syrien und meine Mom ist nach dem Krieg aus Breslau hierher geflüchtet. Meine Eltern haben sich hier während des Studiums kennen gelernt. Kurzum: Ich bin eins von 5 Produkten aus der Gassim-Serie in Deutschland. Firi-Firi halt…

 

Midde der 90er gab’s schon das ein und andere deutsche Skate-Video, aber du warst der einzige, der sein Ding / oPpOside Magazine durchgezogen hat. Wie kam’s, dass du so lange drangeblieben bist?

Wir haben vor 15 Jahren in Saarbrücken oPpOside als Fanzine gestartet. Zur zehnten Ausgabe haben wir ein Video beigelegt (VHS-Kleinstauflage 150 Stück, mit 2 Videorecorden zuhause kopiert). Die Arbeit damit hat so viel Laune gemacht und das Video ist auch bei den Kids so gut angekommen, dass ich nur noch Movies machen wollte. Die anderen hatten da kein großes Interesse, also bin ich hier in Saarbrücken zum Offenen Kanal und habe es alleine gemacht. Zu der Zeit war ich sehr viel unterwegs und hab mich auch auf Messen blicken lassen. Dort habe ich zur rechten Zeit die richtigen Leute getroffen – zB den Lars von Carhartt. Der fand cool, was ich machte (gab ja damals in Deutschland nicht so viel davon) und sagte Unterstützung zu. Der Kontakt zu meinem Vertrieb (Urban Supplies) ist auch mehr oder weniger durch Messebesuche zustande gekommen. Hab dann im Laufe der Jahre noch andere Companies als Werbekunden dazu bekommen, und so konnte ich mich selbstständig machen und mich 24/7 um mein Baby kümmern. Hat richtig Spaß gemacht, war viel unterwegs, hab viel gesehen und gelernt. Und ich hatte das Glück, mich jeden Morgen auf meinen Job freuen zu können.

 

…at work…

 

Yo, Bushido, du bist ja sogar so richtig authentisch im Knast gelandet? Warum noch mal?

Bushido??? Meinst du meine Einbruchdiebstahl-Serie oder die Körperverletzungen?… Quark. Ich war nur einmal für ein paar Stunden in einer Ausnüchterungszelle – obwohl ich nüchtern war… Echt jetzt. Also ich war nachts mit Freunden im Auto unterwegs und wir hielten an einer Tanke um Bier zu kaufen. Einem von uns fehlten irgendwie 10 Pfennig oder so und er fragte den Typ an der Kasse, ob der das nicht grad drauflegen könnte. Der fand das nicht lustig, wollte uns allen deswegen plötzlich nichts mehr verkaufen und "verwies uns der Örtlichkeit"(???). Daraufhin hatte einer von uns die glorreiche Idee, den Kassierer mit Öldosen zu bewerfen. Das hat alle außer mich begeistert. Also habe ich von draußen zugesehen, wie der Kassierer sich nur noch auf den Boden werfen konnte, während die Jungs ein Dauerfeuer mit Öldosen abgegeben haben. Die Kanister sind natürlich allesamt in den Zigaretten hinter der Kasse geplatzt und haben den halben Laden geölt. Auch der Tankwart war voller Öl. Nachdem alle Dosen verfeuert waren, rief der Tankwart die Polizei. Wir sind dann irgendwie in die falsche Richtung geflüchtet – direkt in die Arme der Cops. Ich war der erste, der mit Handschellen im Polizeiwagen saß, während die anderen dumm diskutieren durften. Dann ging’s auch gleich ins Revier und niemand glaubte uns, dass ich mit der Aktion nichts zu tun hatte. Im Gegenteil: die Anderen durften gehen und ich wurde erstmal ausgeknockt und bin dann erst wieder in der Zelle zu mir gekommen. Nackt bis auf die Shorts… Unsere Familien sind dann nachts aufs Revier und haben so lange gestresst, bis ich raus durfte. Vorher hat mich aber eine Ärztin untersucht. Ihr ist eine Wunde auf meiner Stirn aufgefallen. Sie bemerkte, dass die ganz frisch sein muss und frage mich, wie ich mir sie zugezugen habe. Einer der Ordnungshüter antwortete für mich: "Der ist hier unglücklich die Treppe runtergefallen!" War auf jeden Fall ein Spitzenabend…

ACAB – All Creatures Are Beautiful 😉

 

Jetzt mal so unter uns Freizeit-Fans, kannst du mir kurz verklickern, was für Fehler ich beim Filmen machen kann?

Also wenn man sich blöd genug dranstellt, kann man alles falsch machen. Ich habe schon Leute drehen sehen mit Abdeckung auf der Linse… Aber auch mit freier Optik reicht’s meist nicht aus, einfach nur auf Record zu drücken. Das wichtigste ist erstmal ein ruhiges Händchen und natürlich ein Blick für das Besondere. Das kommt für mich noch vor dem technischen Know-how. Oft empfiehlt es sich, vor dem Dreh einen Weißabgleich zu machen, damit die Farben natürlich kommen und das Bild keinen Blaustich hat oder ähnliches. Wenn man wirklich vorhat, aus dem gedrehten Material einen Film zu schneiden, dann schadet es nicht, sich vorher ein paar Gedanken zu machen und sich eventuelle Bilder oder Einstellungen für Zwischenschnitte zu überlegen. Trick an Trick schneiden kann wirklich jeder, aber dementsprechend uninteressant wirkt der Clip dann auch. Wichtige Tipps für die Weitwinkel-Nutzung: Die meisten Leute glauben beständig, die Wirkung käme am "fettesten" wenn von unten nach oben gefilmt wird.

Die Problematik hierbei: Man filmt dann meist gegen die Sonne oder zumindest gegen den Himmel. Die Cam denkt dann, das Bild wär überbelichtet, und macht automatisch die Blende zu. Der Skater ist dann im Bild nur noch als dunkles Objekt zu sehen und der Trick meist nur noch zu erahnen. Also entweder manuell belichten (wie das geht, steht in der Bedienungsanleitung) oder eine andere Perspektive wählen! Es ist sowieso nicht immer die beste Lösung, von unten nach oben zu filmen. Oft hilft ein kurzer Test mit einem Vorab-Ollie oder einfach nur mit jemand, der sich an der gewünschten Stelle positioniert. Was auch immer wieder auffällt ist, dass die Cam auch oft geschwenkt wird, als hätte man einen Tennisschläger in der Hand. Klar, der Skater kommt von der einen Seite rein und fährt zur anderen Seite wieder raus, da ist man schon geneigt die Cam so zu schwenken, wie man seinen eigenen Kopf drehen würde, um den Skater immer mittig im Bild zu haben. Aber wenn man schon im Besitz eines Weitwinkels ist, sollte man die Vorteile auch nutzen. Deshalb ruhig vorher ein wenig trainieren mit jemanden, der einfach nur vorbeifährt, so dass der Skater auch wirklich auf der einen Seite des Bildes anfährt und auf der anderen Seite wieder ausfährt. So wirkt das Bild viel ruhiger und stimmiger und erleichtert auch den Schnitt, weil der Skater nicht immer in der Mitte vom Bild ist.

Opposide Cover # 12

 

Apropos Fehler, du hast ja letztes Jahr offiziell das oPpOside-Handtuch geschmissen. Wieso, mein Freund, wieso?

Naja, Handtuch geschmissen muss man so nicht sagen. Hätte bestimmt noch die ein oder andere Ausgabe rausgebracht. Aber das Business hat sich in die Richtung entwickelt, dass keiner mehr für Leistung bezahlen will und sich die Kids lieber alles aus dem Netz saugen. Will gar nicht klagen darüber – ich mach das ja genau so. Jedenfalls war das Mag am Schluss finanziell ausschließlich von den Werbekunden abhängig. Wer im Anzeigengeschäft tätig ist, kann ein Lied davon singen, wie groß dabei die eigene Frustrationstoleranz sein muss. Man telefoniert sich wochenlang den Mund fuselig und hat trotzdem oft gar keine Aufträge. Aber der eigene Briefkasten ist dennoch voll von Rechnungen, die bezahlt werden wollen. Am Ende habe ich den Tag fast aussschliesslich mit Akquise verbracht und hatte fast keine Zeit mehr für die Drehs und den Schnitt.

Dazu kam, dass die meisten Entscheider in zahlungskräftigen Unternehmen überhaupt keinen Bezug zu Skateboarding und keine Vorstellung haben, was ein DVD-Magazin ist. Viele glaubten, es wäre ein Heft, in dem über DVDs berichtet wird und wollten auch gar keine Erklärung hören. Na ja, ich hatte eh schon immer davon geträumt, "irgendwann" mal mein Abitur nachzuholen. Also hab ich mich dazu entschlossen, dass dies jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist.

 

Opposide Cover # 19

 

Du hast ja nicht nur gefilmt sondern auch Contests organisiert: den Rhein-Main-Jam, einige S.K.A.T.E games und Miniramp-Sessions in Saarbrücken, den Curb-Chef Contest in Mainz, … Was ist das Wichtigste für dich, wenn du solche Sachen organisierst?

Also erstmal bekommt man sofort eine Reaktion: sowohl von Skatern, als auch vom Publikum und natürlich auch von den Sponsoren. Die fällt auch meist positiv aus, im Gegensatz zu den Kritiken an dem Video. Hatte im Bezug auf das Magazin eigentlich nie positives Feedback von den Skatern. Die haben sich immer nur zu Wort gemeldet, wenn’s was zu kritisieren gab. Das senkt die Stimmung auf Dauer. Es macht auch viel mehr Laune, Sponsoren für eine Veranstaltung zu begeistern, als Kunden für Anzeigenschaltungen zu überreden. Contests sind beliebter bei den Companys, weil sie ein entsprechendes Image transportieren und wenn die Veranstaltung gut war, erinnern sich die Kids sehr viel länger daran, als an eine Anzeige in einem Video. Organisieren liegt mir und die Events bringen einen Heidenspaß. Die Contestergebnisse waren schon immer eher Nebensache. Natürlich sind die Skills sehr wichtig und die besten Fahrer sollten an diesem Tag ihre verdiente Auszeichnung und auch entsprechend Cash ernten, aber die Events sollten in erster Linie dazu da sein, allen Beteiligten einen schönen und im Idealfall unvergesslichen Tag zu bescheren – ganz unabhängig davon, wer jetzt die Big-Macs auf der Fläche sind.

Deshalb lege ich großen Wert darauf, dass auch der Rahmen stimmt: kein Eintritt, kein Startgeld, gute Musik, genug kostenlose Getränke und Essen für alle Fahrer und Zuschauer und die beliebten Free Stuff Tosses für alle. Das alles kostet Geld und das zahlen bei oPpOside Events alles die Sponsoren. Wenn die Veranstaltungen in guter Erinnerung bleiben, zahlt es sich doppelt und dreifach aus für die Sponsoren. Die Kids merken sich schon, welche Firmen auch was in die Szene zurückgeben. Die nächste Kaufentscheidung wird mit großer Wahrscheinlichkeit zu Gunsten des Sponsors von dem Contest gefällt, auf dem man so viel Spaß hatte, vor allem wenn man von der Company dort auch schon ein Feuerzeug, ein T-shirt oder ein paar Socken oder sonstwas umsonst bekommen hat. Für mich persönlich bedeuten die Contests eine Möglichkeit, der Szene treu zu bleiben und etwas zu verändern und nicht immer nur zu erzählen, was ich alles anders machen würde, wenn ich am Drücker wäre. Dazu trifft man auf Contests immer wieder gute alte Freunde, die man sonst aus den Augen verlieren würde. Außerdem macht mir Geben immer noch mehr Spaß als Nehmen. Du kannst mich auf einen Truck stellen und stundenlang Stuff verteilen lassen. Egal wie bekloppt die Leute werden: ich amüsiere mich köstlich.

Give it to da Crowd !

 

Weniger am lachen waren diejenigen, die immer meinten „Alta, der Munir soll endlich mal mit ’nem anständigen Weitwinkel filmen!" Was haben Sie zu Ihrer Vertreidigung zu sagen, Herr Gassim?

Habe einen 0,3 Weitwinkel-Nachbau von Raynox. Das Objektiv hat damals 130 Euro gekostet und ich bin bis heute sehr zufrieden damit. Brauche nicht unbedingt ein Mega Fisheye für 2000 Euro, nur damit ich sagen kann, ich habe professionelles Equipment. Es kommt meiner Meinung mehr darauf an, gute Fahrer an guten Spots bei gutem Wetter mit guten Perspektiven zu drehen und – ganz wichtig – dabei die eigene Kreativität mit einzubringen. Das ganze nur auf eine bekackte Linse zu reduzieren zeigt das Unverständnis der ganzen Hater. Und wenn schon alle die gleiche Sorte Fisheye benutzen und damit alle gleiche Bilder liefern, falle ich mit meinem Schnorri-Objektiv wenigstens aus dem Rahmen. Und es muss ja auch nicht immer alles extremo Weitwinkel sein. Im Gegenteil: Die meisten Aufnahmen in den großen Produktionen von heute sind sowieso Tele-Shots. Also alles Wurst…

Opposide Cover # 22

Scheiß auf die Technik, Hauptsache das Gefühl ist echt. Und das mag ich sooo an deinen Videos. Es gibt Filmer, die sind besser, perfekter. Aber deine Videos zeigen einfach die Liebe zum Skateboarding und zu den kleinen Dingen im großen Abenteuerpark namens Leben. Wie kommt’s, dass du auch andere Sachen wie Street Kids beim Fußball jonglieren oder Alex Mizurov beim Klatschen ins Video gepackt hast?

Hatte schon immer die Cam auf alles gerichtet, was mich irgendwie gestoked hat. Alles was mit urbaner Jugendkultur zusammenhängt, fasziniert mich. Früher war ich auch noch viel auf B-Boy Jams und Sprayer Meetings unterwegs und hatte davon auch einiges in den Videos. Habe auch mal ein Interview mit einem Künstler oder Fotografen drin, im neunten Video gab’s sogar mal einen "Skateboarding meets Win Tsung" Part, weil die halbe Saarbrücker Skateszene von WT infiziert war (und immer noch ist). Der Part ist richtig schön geworden. Sowas zeigt, dass die Leute auch noch ein erfülltes Leben neben Skateboarding haben. Ich mag einfach die schönen Dinge im Leben und zeige sie dann auch gerne. Und wenn Alex Mizurov bei einem Contest mit seinem Board auf einer Rampe steht, dabei die Runs von anderen beklatscht und währenddessen im Stehen sämtliche Fliptricks die ich kenne aus den Knöcheln schüttelt, rechts wie links, normal und switch, dann halte ich da meine Cam drauf, so wie ich es mir auch als Zuschauer mit Genuss ansehen würde. Dann ist es mir grad egal, wer da auf der Fläche zum hundertsten Mal einen Kickflip über die Pyra lupft.

Opposide Boardgraphic

Props dafür, dass du mit Mitte 30 dein Abi nachgeholt hast! In dem Alter haben die meisten keinen Bock mehr ihren faulen Arsch in ’ne ganz andere Richtung zu bewegen. Was hat dich motiviert? Ich habe keine Lust mir im Alter irgendwas vorzuwerfen. Hatte bisher ein wunderbares Leben – "surrounded by skateboarding", aber ich möchte auch auf jeden Fall alle Möglichkeiten für eine sichere Zukunft ausschöpfen und nicht immer nur davon geträumt haben. Mit einem klaren Ziel vor Augen kann ich den Wind auch viel besser nutzen, als wenn ich mich einfach nur treiben lasse.

 

Jetzt bist du ja quasi reif für die Hochschule. Willst du wirklich studieren oder hast du vielleicht wieder Lust bekommen, die Record-Taste zu drücken? Beides. Der Bafög-Antrag ist zum Glück schon durch. Interessiere mich stark für ein Medizin-Studium. Leider liegt mein Abi-Schnitt "nur" bei 1,9 (Mathe ist ein Arschloch) und ich muss auf Glück im Nachrück- oder Losverfahren hoffen. Aber wenn ihr mir die Daumen drückt, dann wird’s schon klappen. Der Skateboardszene bleibe ich auf jeden Fall treu, egal was ich studiere und egal, wohin es mich verschlägt. Werde weiterhin Contetsts organisieren und zumindest den ein oder anderen Part davon schneiden und bei Youtube hochschießen. Und wer weiß: wenn die richtigen Leute mich zur rechten Zeit ansprechen, dann kann ich mir auch wieder DVD-Produktionen vorstellen.

Opposide Sticker

 

Sticker

 

Egal, was du noch vorhast, viel Glück, Habibi! Hassu abschließend bidd noch eine Naseweisheit für die Kids und Kollegen? Hm… was mir bei den Contests, die ich organisiere, immer wieder auffällt ist, dass die Kids oft gar nicht wegen Skateboarding da sind, sondern um soviel Gratisstuff wie möglich abzugreifen. Also falls jemand wirklich bis hierher gelesen hat: Free Stuff gehört sicher zu einem gelungen Contest wie die Wurst aufs Brot, aber wenn alle 5 Minuten jemand kommt, und fragt, ob er irgendwas umsonst haben kann, dann raubt es dem Event irgendwie den Sinn. Der Stuff fällt nicht einfach so vom Himmel direkt in meinen Vorgarten und wartet darauf, dass er unter der Hand verteilt oder gar verscherbelt wird. Die Companies schicken das Zeug, damit es öffentlich verteilt wird und damit auch jeder sehen kann, welche Firmen den Contest ermöglicht haben. Deswegen werfen wir alles, was wir geschickt bekommen unter vorheriger Ansage in die Menge. Es reicht also völlig aus, den Contest in Ruhe zu genießen und auf die Ansage zu warten. Dann braucht man sich nur noch hinstellen und die Arme ausbreiten… Ach ja: Wie kann man bitte auf die Idee kommen, den Moderator während der Final-Ansage zu fragen, ob die kostenlosen Grillwürste nun aus Rind- oder Schweinefleisch hergestellt sind??? Eine beliebte Frage bei dem Curb-Contest war auch, ob der Contest nur an der Curb stattfindet oder ob da noch andere Obstacles kommen.

Die Frage kam echt mehrmals, so dass ich angesagt habe: "Gleich kommt die Halfpipe per Helicopter". Du glaubst nicht, wie viele Kids dann wegen dem Heli genervt haben… Ich frage mich ernsthaft, ob wir früher auch so dämlich waren und das nur verdrängt haben oder ob den Kids von heute durch das viele Playsie daddeln einfach das Hirn zerlaufen ist. So, und wenn ich grad schon dabei bin: Gerade die Marketingheiner von vielen Companys im Skatebiz treiben sich oft nur auf den Messen und Contests rum, um sich volllaufen zu lassen und sich die Rummel zuzukoksen. Schwingen alle irgendwie dieselben großen Reden, aber erinnern sich selbst meist nicht daran. Alles Platzpatronen! Um so glücklicher bin ich mit meinen Kontakten zu Firmen, deren Mitarbeiter wegen ihrer Liebe zu Skateboarding an die Jobs gelangt sind. Ich  möchte mich auf jeden Fall bei der gesamten Belegschaft von Urban Supplies und bei Lars von Carhartt für den kontinuierlichen Support über all die Jahre bedanken! Es macht so viel Spaß mit Leuten zu tun zu haben, die sowohl ihre Jobs als auch Skateboarding aus ganzem Herzen lieben. Danke auch an das Limited Magazin, die Playboard, die Boardstein und an Euch natürlich für die gute Zusammenarbeit und danke an Miri für die Unterstützung beim Abi! Noch ein letztes: Wer mal einem oPpOside Contest erleben möchte, der sollte den RHEIN-MAIN-JAM 2008 nicht verpassen.

Das ist eine eintägige Real Street Best Trick Contest Tour á la Tortilla Jam an Spots in Frankfurt, Mainz und Wiesbaden mit 2000 Euro cash (40 x 50 Euro). Termin ist erst im Spätsommer, aber ihr erfährt es früh genug auf skateboard.de (für nen Clip vom letzten Jahr einfach bei youtube im Suchfeld "rhein-main-jam" eingeben)

So, die Herrschaften. Damit wären wir auch schon am Ende unserer Reise. Wenn ihr noch ein Souvenir mitnehmen wollt, dann geht auf :

www.youtube.com/opposide

und schaut euch an, was auf Munirs Curb-Chef Session in Mainz so los war.

Wir geben zurück an Commander Q im Mutterschiff skateboard.de. Over & auf Wiedersehn, Lorenzo

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